Veranstaltungen
In einer gut besuchten Versammlung im Gasthof „Zum Schwan“ in Trippstadt trafen sich am Freitag (23.4.2010) interessierte und engagierte Bürger, die besorgt sind um die zukünftige Entwicklung ihres Dorfes im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform.
Die Versammlung war von Prof. Dr. Eberhard Schock, unterstützt von dem erfahrenen Kommunapolitiker Peter Leibfried, organisiert worden.
Durch die Presse war bislang nur zu erfahren, dass eine Zusammenlegung der VG Kaiserslautern-Süd mit der Verbandsgemeinde Landstuhl vorgesehen ist. Aber eine gründliche Untersuchung anderer Möglichkeiten ist noch nicht auf den Weg gebracht.
Daher ist es das erste Ziel, das durch diese Veranstaltung und weitere folgende erreicht werden soll, dass in den Gremien Verbandsgemeinderat und Ortgemeinderat alle möglichen Alternativen genau untersucht werden.
Das ist also neben einem Zusammenschluss mit Landstuhl in der Hauptsache eine Kooperation mit der Stadt Kaiserslautern bei Erhaltung der Selbständigkeit von Kaiserslautern-Süd, ein Anschluss an Kaiserslautern oder eine unabhängige Entscheidung der einzelnen Ortgemeinden, ob sie sich Landstuhl oder Kaiserslautern anschließen wollen. Die weiteren Möglichkeiten: Zusammenlegung mit Hochspeyer oder gar mit Waldfischbach oder Wallhalben sind nur von geringer Akzeptanz.
Dabei sind eine große Anzahl von Fragen zu untersuchen, z. B. in welche Gymnasien gehen die Schüler in der Zukunft (Landstuhl oder Kaiserslautern), wie wird der öffentliche Nahverkehr neu geregelt, wie werden Grund- oder Gewerbesteuer danach verteilt oder welche Änderungen treten in den Gebühren für Friedhof oder Abwasser auf.
Erinnert wurde auch daran, dass bei der Gebietsreform im Jahre 1972 die Gemeinden nur durch gesetzlichen Zwang zu einer Verbandsgemeinde zusammengelegt wurden. Die Wünsche großer Teile der Bevölkerung der sechs Dörfer gingen jeweils in eine andere Richtung. Das hatte zur Folge, dass sich bis heute Kaiserslautern-Süd emotional nicht als Einheit fühlt.
Schließlich – und das ist das Hauptziel – soll eine öffentliche Diskussion in die Wege geleitet werden, etwa durch Einrichtung dieser Internet-Seite, auf der die Vor- und Nachteile der einzelnen Fusionen nachvollziehbar aufgelistet werden. In einem einstimmig verabschiedeten Schreiben an den Bürgermeister Unnold wird dieser aufgefordert, alle Alternativen ergebnisoffen und zügig zu untersuchen und regelmäßig die Bevölkerung über den Stand der Untersuchungen zu unterrichten.
Nur durch eine gut informierte Öffentlichkeit kann ein so wichtiges Problem, das entscheidende Weichen in die Zukunft stellt, für Trippstadt und Kaiserslautern-Süd sachgerecht und zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst werden.
Schreiben Sie Ihre Meinung, hier wird sie veröffentlicht.
E-Mail: ef.schock@gmx.de